Im 17. Stock eines Office-Towers flackert noch Neonlicht. Ein White Collar ist lost in Excel, die Stadt längst after work, als Babyboo – der „Geist der Workaholics“ die Tür zum Überstunden-Cowork aufstößt und die Welt von Postworkwelt von VLADI WOSTOK öffnet. „Babyboo“ heißt die neue LP der Band aus Bremen/Nordossetien: irgendwo zwischen Ruski Surf, Workaholic Pop und Office Ghost Rock. Die Songs klingen, als würde ein russischer 90er-Parkplatz auf eine After-Work-Party in Brighton Beach/New York krachen – mit Synth-Melodien, die wie alte Nokia-Klingeltöne durch Großraumbüros geistern, und Texten in A1-Italienisch, Russisch, Deutsch und Fantasie-Japanisch. Besoffene Matrosen, stuntman im Burn-out, Cowboy-Beziehungen und illegale Nächte in Palermo: VLADI WOSTOK bauen ein absurdes Parallel-Universum aus Jobs und Nachtgestalten, in dem nie klar ist, ob Arbeit gefeiert oder beerdigt wird.
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